Aktuelles

Hier finden Sie Neuigkeiten aus dem Sonderforschungsbereich "Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik": Zusammenfassungen aktueller Forschungsergebnisse, Hinweise auf Veröffentlichungen, Ergebnisse von Veranstaltungen und weiteres aus den Teilprojekten.


Verteilung der Covid-19-Fälle in der Ukraine (Quelle: Ukraine-Analysen Nr. 232)
Verteilung der Covid-19-Fälle in der Ukraine (Quelle: Ukraine-Analysen Nr. 232)
In den "Ukraine-Analysen" untersuchen Experten, wie die ukrainische Regierung auf die Verbreitung des neuartigen Coronavirus reagiert.

Pavlo Illiashenko und Olena Levenets von der Technischen Universität Tallin analysieren in ihrem Beitrag in Ausgabe 232 der Ukraine-Analysen, wie sich der neuartige Corona-Virus in der Ukraine verbreitet und wie die Regierung darauf reagiert hat. Dabei berücksichtigen sie Daten bis zum 18. März 2020.

Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass sich die ukrainische Regierung und die Behörden bis zum 11. März relativ passiv verhalten haben: Es wurden vor allem Maßnahmen angekündigt, aber nur zum Teil umgesetzt, die darauf zielten, den Eintrag des Virus aus dem Ausland zu verhindern (v.a. Reisewarnungen, Temperaturmessungen bei Einreisenden aus Italien). Tests auf Covid-19-Infektionen wurden nahezu gar nicht durchgeführt (nur 43 Tests bis 11. März).

Ab dem 11. März wurden die Maßnahmen der Regierung deutlich verschärft. Die Schulen und Grenzen wurden geschlossen, Versammlungsverbote ausgesprochen, Läden mussten schließen, lokale Ausnahmezustände wurden ausgerufen. Lediglich bei den Tests auf Infektionen hinkt die Ukraine weiter hinterher, die in den Nachbarstaaten um ein vielfaches häufiger durchgeführt worden sind.

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Regierung der Ukraine zumindest in der Anfangsphase der Krise unvorbereitet war. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass die Handlungsfähigkeit der Regierung durch die Entlassung der Ministerinnen/Minister durch den Präsidenten Anfang März eingeschränkt wurde. Nach dem 11. März allerdings gab es einen strikten Kurswechsel, wonach die Regierung deutlich proaktiver agierte als ihre Nachbarstaaten.

Die ausführliche Analyse der ukrainischen Reaktion auf die Covid-19-Pandemie lesen Sie in der aktuellen Ausgabe 232 der Ukraine-Analysen.


Kontakt:
Prof. Dr. Heiko Pleines
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik, Forschungsstelle Osteuropa
Klagenfurter Straße 8
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-69602
E-Mail: pleines@uni-bremen.de

Die erste Postdoktorandenstelle ist in der Arbeitsgruppe "Soziale, kulturelle und ökonomische Ungleichheiten" angesiedelt, die zweite in der Arbeitsgruppe "Historische und vergleichende Wohlfahrtsstaatsforschung".

An der Universität Bremen sind im SOCIUM – Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik im Rahmen des Wissenschaftsschwerpunktes Sozialwissenschaften zum nächstmöglichen Zeitpunkt

zwei Stellen Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen (Postdoktorand*innen) (w/m/d) – Entgeltgruppe 13 TV-L (100%)

zu besetzen mit folgenden Aufgaben:

  • der Forschung in den Gebieten der Ungleichheits- oder Sozialpolitikforschung,
  • der institutsübergreifenden Koordination von Forschung und Ausbildung im genannten Themenbereich,
  • der Mitwirkung bei der Vorbereitung von Drittmittelanträgen im Bereich der koordinierten Forschungsförderung


für die Dauer von 3 Jahren zu besetzen.

Die Befristung erfolgt nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG (Wissenschaftszeitvertragsgesetz). Demnach können nur Bewerberinnen und Bewerber berücksichtigt werden, die noch in dem entsprechenden Umfang über Qualifizierungszeiten nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG verfügen.

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In der Arbeitsgruppe "Soziale, kulturelle und ökonomische Ungleichheiten" unter der Leitung von Prof. Dr. Olaf Groh-Samberg ist die erste Stelle mit der Kennziffer A39/20 mit der Funktion eines Academic Coordinators der Bremen International Graduate School of Social Sciences (BIGSSS) verbunden.

Das Aufgabenprofil umfasst:

  • eigene Forschung im Bereich von Ungleichheit und Zusammenhalt in international vergleichender bzw. globaler Perspektive, wünschenswert mit Einbezug von Sozialpolitik und Wohlfahrtsstaat,
  • Betreuung und Unterstützung von Doktorand*innen der BIGSSS: Ansprechpartner in administrativen, praktischen und karrierestrategischen Fragen, Beratung in methodischen, theoretischen und inhaltlichen Fragen der Promotion,
  • Mitwirkung in der Lehre (4 SWS), insbesondere am curricularen Programm der BIGSSS sowie der Weiterentwicklung des Ausbildungsprogramms der BIGSSS in Richtung auf gezielte Förderung von Transferkompetenzen in den Sozialwissenschaften, sowie
  • Unterstützung des wissenschaftlichen Austauschs zwischen der BIGSSS, dem Forschungsinstitut gesellschaftlicher Zusammenhalt, dem Sonderforschungsbereich 1342 "Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik", dem SOCIUM und dem InIIS, z. B. durch Workshops, Lecture Series und anderen Formaten des wissenschaftlichen und organisationsbezogenen Austauschs.


Rückfragen richten Sie bitte an Prof. Dr. Olaf Groh-Samberg: olaf.grohsamberg@uni-bremen.de

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In der Arbeitsgruppe "Historische und vergleichende Wohlfahrtsstaatsforschung" unter der Leitung von Prof. Dr. Herbert Obinger ist die zweite Stelle mit der Kennziffer A40/20 angesiedelt und soll mit der Funktion des Koordinators des internationalen Netzwerkes zur Sozialpolitik verbunden sein und umfasst die Aufgabengebiete:

  • eigene Forschung zur Sozialpolitik im Globalen Süden, wünschenswert mit Einbezug von Fragen sozialer Ungleichheit,
  • Aufbau, Pflege und Koordination eines internationalen Expertennetzwerks zur Sozialpolitik bzw. einzelnen Sozialpolitikbereichen im Globalen Süden,
  • Unterstützung des wissenschaftlichen Austauschs zwischen dem Sonderforschungsbereich 1342 "Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik", dem SOCIUM, dem InIIS , der BIGSSS und dem Forschungsinstitut gesellschaftlicher Zusammenhalt z. B. durch Workshops, Lecture Series und anderen Formaten des wissenschaftlichen und organisationsbezogenen Austauschs.


Rückfragen richten Sie bitte an Prof. Dr. Herbert Obinger: herbert.obinger@uni-bremen.de

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Einstellungsvoraussetzungen für beide Stellen:

  • Einschlägige, sehr gute abgeschlossene Promotion in der Soziologie (erste Stelle) oder Politikwissenschaft (zweite Stelle) oder einem verwandten Feld (beide Stellen)
  • Exzellente Englischkenntnisse in Wort und Schrift, weitere Sprachkenntnisse sind von Vorteil
  • Internationale Publikation, vorzugsweise peer-reviewed
  • Ausgeprägtes Interesse an Fragestellungen der Sozialpolitik und/oder sozialer Ungleichheit
  • Bereitschaft und Motivation zum interdisziplinären Arbeiten in einem Team
  • Flexibilität (Bereitschaft zu Dienstreisen) und hohe Kommunikationsfähigkeit.


Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Motivationsschreiben, CV, Zeugniskopien) senden Sie bitte bis zum 14.04.2020 und mit Angabe der jeweiligen Kennziffer an die

Universität Bremen
SOCIUM
Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik,
Frau Dorit Lafferenz
Mary-Somerville-Straße 5
28359 Bremen

oder elektronisch bitte als pdf-Anhang per E-Mail mit einschlägigem Lebenslauf an

socium-bewerbungen@uni-bremen.de

Wir bitten Sie, uns von Ihren Bewerbungsunterlagen nur Kopien (keine Mappen) einzureichen, da wir sie nicht zurücksenden können.

The position is expected to be filled by 01 May 2020. The weekly working time is 10 hours.

The CRC 1342 is looking for a student assistant (10 hours/week) to work in the project A04 "Global developments in health care systems and in long-term care as a new social risk".

The aim of the project A04 is to trace globally the development of different types of health and long-term care systems and to explain the similarities and differences between systems in different countries. The project is directed by Prof. Heinz Rothgang, Dr. Lorraine Frisina Doetter and Prof. Sebastian Haunss.

Tasks:

  • Assist with data collection and processing (quantitative and qualitative)
  • Literature research
  • Assistance in organising and conducting international workshops and team meetings


Requirements
:

  • Basic knowledge in qualitative and quantitative methods and data collection
  • Background in social sciences with good results (BA or MA)
  • Very good knowledge of English


Desirable
:

  • Additional foreign language knowledge
  • Knowledge of EndNote
  • Interest in theoretical and empirical questions in at least one of the following areas: com-parative welfare state research, international relations, international organisations and countries of the Global South


We offer a cooperative working environment in a friendly, interdisciplinary, and multicultural team at one of the major research projects on comparative social policy study in Germany, where you get the opportunity to apply and develop your skills and knowledge. Further, there are possibilities to attend conferences and talks of the CRC 1342 and SOCIUM and/or to write a MA or BA thesis related to the project, which would be supervised by the project team members.

The contract is expected to start 01.05.2020, for a period of six months (an extension is welcomed). The mean working time will be ca. 10 hours per week. The usual working place is the SOCIUM (Mary-Somerville-Straße 3, Bremen). Compensation will be according to the usual rates for student assistants at the University of Bremen.

Please send your application with a CV, a short letter of motivation as well as a current transcript of records as a PDF document to Achim Schmid (aschmid@uni-bremen.de) until March 20, 2020. In case of questions on the job offer please also contact Mr. Schmid.

Neu eingeführte Technical Paper Series als wesentlicher Bestandteil der Dokumentation der Datenerhebung

Die Dokumentation der Datenerhebung ist ein wesentlicher Bestandteil des Aufbaus von WeSIS - dem Informationssystem zu Wohlfahrtstaatlichkeit. Forscher haben jedoch öfters Probleme, einen angemessenen Detaillierungsgrad zu finden, der von einfachen Auflistungen von Indikatoren bis zu seitenlangen Beschreibungen der Entstehung eines Indikators reicht. Sowohl WeSISpedia als auch die neu eingeführte Technical Paper Series sind ein wesentlicher Bestandteil dieser Dokumentation. Ersteres dient als Codebuch mit grundlegenden Informationen zu Variablen und Indikatoren, die in WeSIS gesammelt und gespeichert werden. Als solches "beschreibt" es die Daten. Die Technical Paper Series ermöglicht demgegenüber eine strukturierte Dokumentation vor allem des Datengenerierungsprozesses, die detaillierte Ausformulierung länderspezifischer Definitionen oder die Beschreibung komplexer Codierungsregeln. Kurz gesagt, die Technical Paper Series ergänzt und vereinfacht die Verwendung von WeSIS und seiner Daten, bietet eine über ein Codebuch hinausgehende detailliertere Beschreibung und praktische Vorschläge für einen adäquaten Umgang mit den Daten.

Im ersten Paper beschreiben Lara Eiser, Michael Lischka und Tobias Tkaczick das Verfahren zur Erzeugung metrischer geografischer Entfernungsdaten. Sie zeigen auf welcher Datenbasis (CShapes Dataset), mit welcher Software (ArcGIS) und mit welchen Methoden der WeSIS-Indikator 'Capital Distance' erstellt wurde und dokumentieren damit die Datengenerierung auf transparente, verständliche und reproduzierbare Weise. Darüber hinaus bietet das Papier Screenshots zur Übernahme der Berechnungen für weitere Anwendungen.

Die Technical Paper Series wird von Nils Düpont koordiniert.


Kontakt:
Dr. Nils Düpont
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 5
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-57060
E-Mail: duepont@uni-bremen.de

Die Einstellung erfolgt frühestens zum 01.05.2020. Die Arbeitszeit beträgt 30 Stunden monatlich.

Stellenangebot für Masterstudierende Public Health/Sozialpolitik/Politikwissenschaften
Für den SFB 1342 sucht die Universität Bremen im Teilprojekt B08 „Transformation von Gesundheitssystemen in Mittel- und Osteuropa“ zwei Studentische Mitarbeiter/innen.

Aufgabenfelder

  • Unterstützung bei der Datenerfassung, - eingabe, und -auswertung
  • Literaturrecherche
  • Pflege von Dokumentationssystem und Website
  • Mitarbeit bei der Vorbereitung und Durchführung von Workshops


Anforderungen

Erwünscht sind:

  • Sehr gute Englischkenntnisse
  • Vorkenntnisse bzw. Interesse an gesundheitspolitischen Fragestellungen, auch international, sowie an der Erhebung und Bearbeitung quantitativer und qualitativer Forschungsdaten
  • Sicherheit im Umgang mit den gängigen MS Office Anwendungen
  • Selbstständige Arbeitsweise


Wir bieten eine kollegiale Arbeitsatmosphäre sowie die Möglichkeit zur Anwendung und Weiterentwicklung der im Studium erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten.

Die Arbeitszeit beträgt 30 Stunden monatlich. Arbeitsort ist das SOCIUM, Mary-Somerville-Straße 5. Eine Einstellung erfolgt frühestens zum 01.05.2020 für die Dauer von vorerst 3 Monaten (mit Verlängerungsmöglichkeit). Die Vergütung erfolgt nach den üblichen Sätzen an der Universität Bremen.

Bei Rückfragen kontaktieren Sie gerne die Leiterin des Teilprojektes: Dr. Ewa Kaminska-Visser, E-Mail: m.e.kaminska@uni-bremen.de, Tel: +49(421) 218-58639

Bei Interesse schicken Sie Ihre Bewerbungsunterlagen bitte per E-Mail bis zum 25.03.2020 an die Teilprojektleiterin oder per Post an:

Dr. Ewa Kaminska-Visser
Universität Bremen
SFB 1342 - SOCIUM
Mary-Somerville-Str. 5
28359 Bremen

Ausbildungszentrum des Sarobidy-Vereins in Antsirabe (Madagaskar), 2017. © Copyright ILO / [Crozet M.]
Ausbildungszentrum des Sarobidy-Vereins in Antsirabe (Madagaskar), 2017. © Copyright ILO / [Crozet M.]
Wie man international die Kinderarbeit abschaffen kann

Jenny Hahs und Fabian Besche bieten im Rahmen der Kinderuniversität 2020 der Universität Bremen am 31.03.2020 von 10 – 12 Uhr und 14 – 16 Uhr ein Planspiel für Kinder im Alter von 10 -12 Jahren zum Thema Kinderarbeit und das Recht auf Bildung an.

Die Kinder bekommen einen Einblick in die heutigen Formen von Kinderarbeit, ihre Verbreitung und ihre Geschichte im Spannungsverhältnis zur Einführung der Schulpflicht und dem Recht auf Bildung. Sie bilden mit anderen Teams und werden zu Vertreter*innen ihres Landes, die bei einer Simulation der Konferenz der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zur Abschaffung der Kinderarbeit die Interessen ihres Landes vertreten. Am konkreten Beispiel bekommen sie so auch einen ersten Eindruck wie internationale Politik gemacht wird.

Noch gibt es ein paar freie Plätze und Teilnahmetickets können bei Interesse gebucht werden auf der Seite der Kinderuni der Universität Bremen.


Kontakt:
Fabian Besche
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Postfach 33 04 40
28334 Bremen
Tel.: (0421) 218 - 57066
E-Mail: fbesche@uni-bremen.de

Jenny Hahs
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-57069
E-Mail: jenny.hahs@uni-bremen.de

Johanna Kuhlmann (Projekt B01) ist derzeit (Januar bis März 2020) Gastwissenschaftlerin am Department of Politics and International Relations (DPIR) der Universität Oxford.

Sie ist Gast von Professor Jane Gingrich. Während ihres Aufenthalts arbeitet Johanna an kausalen Mechanismen in akteurzentrierten Ansätzen der vergleichenden Sozialpolitik.

Johanna Kuhlmann Oxford_Profil.png (174 KB)


Kontakt:
Dr. Johanna Kuhlmann
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58574
E-Mail: johanna.kuhlmann@uni-bremen.de

Prof. Rueyming Tsay
Prof. Rueyming Tsay
Rueyming Tsay ist derzeit Gastwissenschaftler im Projekt A06 „Entwicklung und Diffusion von Familienpolitik in globaler Perspektive“.

Rueyming Tsay, Professor für Soziologie an der Tunghai-Universität in Taiwan und ein führender Experte für Familienfragen, insbesondere des Alterns, ist derzeit Gast im Projekt A06 des SFB 1342. Seine Forschungsinteressen umfassen zudem die Themenbereiche Bildungssoziologie, Lebensqualität und soziale Ungleichheit. Kürzlich hat er an einer vergleichenden Studie gearbeitet, in der die Auswirkungen des familiären und sozialen Engagements auf die Lebensqualität und Gesundheit der Ältesten in Taiwan, China und den USA untersucht wurden. Die Daten wurden von Forschungsteams der Tunghai University und der University of Hawaii in Manoa gesammelt, um den Alterungsprozess von Chinesen in verschiedenen Gesellschaften und über kulturelle Grenzen hinweg zu vergleichen.

Professor Tsay wird bis Juli 2020 in Bremen bleiben. Sein Fachwissen über asiatische Gesellschaften, insbesondere in Bezug auf die Familienkultur, liefert einen wertvollen Hintergrund für die am SFB durchgeführten Forschungsarbeiten.

Länder in Ost- und Südostasien haben sich in den letzten fünf Jahrzehnten in bezug auf Themen des demografischen und sozialen Wandels rasant verändert. Vergleichende Wohlfahrtsstaatsforschung und familienpolitische Forschung in dieser Weltregion sind jedoch trotzdem rar. Es wurde argumentiert, dass Trends in Bezug auf Ehe und Geburtenrate die Spannung zwischen schnellen sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen einerseits und begrenzten Veränderungen der familiären Erwartungen und Verpflichtungen andererseits widerspiegeln. Auch die Altersvorsorge in asiatischen Familien ist für die politischen Entscheidungsträger zu einem wichtigen Thema geworden. Die demografische Entwicklung und der asiatische Ansatz in Bezug auf Sozial- und Familienpolitik hängen daher stark von den traditionellen Familienwerten und -praktiken ab.

Eine Gelegenheit, mehr über die Arbeit von Professor Tsay zu erfahren, bietet sich auch, wenn er im Mai im Rahmen der Jour Fixe Reihe einen Vortrag hält.


Kontakt:
Prof. Sonja Drobnič
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 9
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-66360
E-Mail: sonja.drobnic@bigsss.uni-bremen.de

SFB-Mitglied Ulrich Mückenberger hat auf einer Gedenkveranstaltung in Brüssel die Rechtsgelehrte Éliane Vogel-Polsky gewürdigt. Mückenberger war als Vertreter des europäischen Arbeitsrechts eingeladen.

Ulrich Mückenberger hat am 19. Februar 2020 in Brüssel auf der Gedenkveranstaltung für die große europäische Rechtsgelehrte Éliane Vogel-Polsky gesprochen. Geboren 1926 und gestorben 2015, gehörte Vogel-Polsky zu den Größen des europäischen Arbeitsrechts. Sie war Professorin, Anwältin, Menschenrechtskämpferin, Feminstin und leidenschaftliche Europäerin. Ulrich Mückenberger erarbeitete und veröffentlichte mit ihr u.a. die Schrift "Manifesto Social Europe" (2001).

Die Université Libre de Bruxelles veranstaltete zu ihren Ehren ein Kolloquium mit Freund/inn/en und Mitstreiter/inne/n von Éliane Vogel-Polsky. Mückenberger war als Vertreter des europäischen Arbeitsrechts eingeladen.

Mehr zu der Veransaltung auf den Seiten der Université Libre de Bruxelles.


Kontakt:
Prof. Dr. Ulrich Mückenberger
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik, Fachbereich Rechtswissenschaft
Universitätsallee, GW1
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-66218
E-Mail: mueckenb@uni-bremen.de

Dr. Irene Dingeldey mit Studierenden beim Auswärtigen Amt
Dr. Irene Dingeldey mit Studierenden beim Auswärtigen Amt
Mit Unterstützung des SFB 1342 waren Irene Dingeldey und Master-Studierende für drei Tage in Berlin, wo sie an Workshops mit der ILO und dem Auswärtigen Amt teilnahmen.

Zusammen mit Studierenden aus dem Kurs "Collective and Indivdiual Labour Rights" aus dem Master-Studiengang Social Policy ist SFB-Mitglied Irene Dingeldey zum Auswärtigen Amt und zur ILO-Niederlassung in Berlin gereist. Vom 15.-17. Januar haben sie dort an Workshops teilgenommen.

Dabei ging es vor allem um den Austausch zwischen PraktikerInnen und WissenschaftlerInnen, Anwendung von Theorie und empirischen Erkenntnissen auf die Praxis, die Demonstration des Normsetzungs- und Umsetzungsprozesses am Beispiel Deutschlands.


Kontakt:
PD Dr. Irene Dingeldey
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik, Institut Arbeit und Wirtschaft
Wiener Straße 9 / Ecke Celsiusstraße
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-61710
E-Mail: dingeldey@uni-bremen.de