Aktuelles

Hier finden Sie Neuigkeiten aus dem Sonderforschungsbereich "Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik": Zusammenfassungen aktueller Forschungsergebnisse, Hinweise auf Veröffentlichungen, Ergebnisse von Veranstaltungen und weiteres aus den Teilprojekten.


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Aufgaben: Mitarbeit bei der Erhebung und Aufbereitung von Datensätzen, Mitarbeit im Forschungsprojekt sowie Literaturrecherche

Zum 1. Oktober 2026 suchen wir studentische Unterstützung in dem DFG-geförderten Forschungsprojekt B13 "Wohlfahrtsstaaten und Protest: Die Auswirkungen von Sozialpolitik auf Protestmobilisierung auf dem afrikanischen Kontinent" des SFB 1342 "Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik" (Prof. Dr. Sebastian Haunss, Prof. Dr. Sophia Hunger). Die Arbeitszeit beträgt 10h pro Woche. Die Einstellung ist für einen Zeitraum von einem Jahr vorgesehen. Aus verwaltungstechnischen Gründen kann der Arbeitsvertrag zunächst jedoch nur für drei Monate abgeschlossen werden.

Das Forschungsprojekt B13 analysiert systematisch für eine Weltregion im Globalen Süden (Afrika), wie sich die sozio­öko­nomische Effektivität und die politische Integration von Sozialpolitik auf Proteste in diesem Bereich auswirken und wie die Inklusivität und der Leistungsumfang von Sozialpolitiken mit anderen Faktoren interagieren, wie wahrgenommene Missstände, politische und diskursive Gelegenheits­strukturen so­wie den Protestierenden und Regierungen zur Verfügung stehenden Ressourcen. Das Projekt adres­siert den blinden Fleck Wohlfahrtsstaat in der Protestforschung und stellt zuverlässige und detaillierte Daten über Proteste in Afrika bereit, mit Hilfe aktueller Methoden der automatisierten Text­analy­se und durch die Einbeziehung multimodaler Informationsquellen erhoben werden.

 

Diese Aufgaben erwarten Dich:

  • Mitarbeit bei der Erhebung und Aufbereitung von Datensätzen (einschließlich web scraping und vorläufiger Datenbereinigung).
  • Mitarbeit im Forschungsprojekt „Wohlfahrtsstaaten und Protest: Die Auswirkungen von Sozialpolitik auf Protestmobilisierung auf dem afrikanischen Kontinent“ bei projektbezogenen Management- und Verwaltungsaufgaben.
  • Literaturrecherche und Mitarbeit bei der Erstellung von Datendokumentationen.

 

Du passt zu uns, wenn Du Folgendes mitbringst:

  • BA Studium der Sozial-/Politikwissenschaften oder der Wirtschaftswissenschaften oder eines eng verwandten Fachs.
  • Erfahrung im Umgang mit der statistischen Software R und Programmieren in R und/oder Python.
  • Grundkenntnisse sowie ein ausgeprägtes Interesse an der afrikanischen Sozialpolitik und an Protestforschung.
  • Motivation, Engagement, Teamfähigkeit und die Fähigkeit zu selbständigem Arbeiten.
  • Bereitschaft fortgeschrittenes Datenmanagement und NLP zu erlernen.
  • Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift.
  • Französisch- und/oder Arabischkenntnisse sind erwünscht, jedoch kein Ausschlusskriterium.
  • Erfahrung in der räumlichen Datenanalyse ist von Vorteil.

 

Wir bieten:

  • Praktische Erfahrung mit der empirischen Analyse multimodaler Daten, LLMs sowie bewährten Verfahren reproduzierbarer Forschung.
  • Vertiefung der Programmierungskompetenz in R und/oder Python
  • Flexible Arbeitszeiten, die gut mit dem Studium zu vereinbaren sind.
  • Ein vielfältiges Arbeitsumfeld mit Chancengleichheit.

 

Die Universität Bremen setzt sich für Chancengleichheit und Vielfalt ein. Bitte sende bei Interesse deine Bewerbung mit Immatrikulationsbescheinigung, einem kurzen Motivationsschreiben, tabellarischem Lebenslauf, Notenübersicht und ggf. relevanten Zeugnissen als ein PDF-Dokument per E-Mail an

buero.hunger@uni-bremen.de

Interessierte Bewerberinnen und Bewerber werden gebeten, sich frühzeitig zu bewerben, da die Bewerbungen fortlaufend berücksichtigt werden und die Ausschreibung geschlossen wird, sobald die Stelle besetzt ist.

Wir freuen uns auf Deine Bewerbung!


Kontakt:
Prof. Dr. Sophia Hunger
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 5
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58579
E-Mail: sophia.hunger@uni-bremen.de

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Bewerbungsschluss: 31.08.2026

An der Universität Bremen ist am SFB 1342 "Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik" im Teilprojekt A05, Projektleitung Prof. Dr. Michael Windzio, zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als

Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in (Postdoc) (w/m/d)
in der Entgeltgruppe 13 TV-L und in Vollzeit (39,2 Wstd.)

befristet bis zum 31.12.2029 (gem. § 2 WissZeitVG) zu besetzen.

Teilzeitarbeit ist grundsätzlich möglich. Einzelheiten sind ggf. mit der Projektleitung zu vereinbaren.

Stellenbeschreibung

Die Universität als Arbeitgeberin:

Die Universität Bremen ist mit rund 20.000 Studierenden und ca. 3.500 Beschäftigten eine Universität mittlerer Größe. Sie zählt zu den drittmittel- und forschungsstärksten Universitäten Deutschlands.

Der SFB 1342 „Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik“ wird seit 2018 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Die dritte Phase bildet den Schlussstein der 12-jährigen Forschungsagenda. In Phase I wurde die weltweite Einführung von Sozialschutzprogrammen kartiert und mit dem Aufbau des Global Welfare State Information System (WeSIS) begonnen. In Phase II wurden die Unterschiede in der Inklusivität und im Umfang der Leistungen der Sozialpolitik erfasst und in WeSIS überführt. In Phase III wird auf dieser Grundlage die sozioökonomische Wirksamkeit von Sozialpolitik in Bezug auf die Verbesserung der sozialen Bedingungen und die Förderung der politischenIntegration untersucht. 

Der SFB gliedert sich in zwei Projektbereiche. Die sechs Projekte im Bereich A beschäftigen sich mit den sozioökonomischen und politischen Auswirkungen der Sozialpolitik im weltweiten Vergleich. Die sechs Projekte im Bereich B befassen sich in erster Linie mit den politischen und sozioökonomischen Folgen der Sozialpolitik in ausgewählten Ländern oder Weltregionen. Das Informationsinfrastrukturprojekt (INF) stellt eine gemeinsame Daten- und Methodenplattform bereit.

Das Teilprojekt A05 beschäftigt sich mit globalen Kulturtypologien, die sich unter anderem aus Dimensionen wie “self-expression vs. secularization” oder “independent vs. interdependent selves” ergeben. Untersucht werden vor diesem Hintergrund mit standardisierten Methoden der Textanalyse normative Bildungsleitbilder, bildungspolitische Präferenzen und Empfehlungen internationaler Organisationen, mit besonderem Fokus auf den Globalen Süden. 

Ihre Aufgaben umfassen im Wesentlichen:

  • Mitarbeit an gemeinsamen Theorieentwicklungen über universalistische und multikulturalistische Diskurse
  • Mitarbeit an der Entwicklung eines text classifiers, Organisation, Supervision und Begleitung der Annotation sowie der Analyse von Textdaten
  • Mitarbeit an der Ausarbeitung gemeinsamer Publikationen aus dem Projekt 
  • Mitarbeit an Projektberichten
  • Unterstützung in der Forschung und Organisation und Administration im Projekt

 

Voraussetzungen

  • Überdurchschnittlich erfolgreich abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master/-Unidiplom) der Fachrichtung Soziologie, Politischen Wissenschaften, Ökonomie oder Psychologie. 
  • eine überdurchschnittliche erfolgreich abgeschlossene Promotion mit sozial- oder verhaltenswissenschaftlichem Bezug.
    Es werden auch Bewerber:innen berücksichtigt, die sich in der Abschlussphase ihrer Promotion befinden. Bitte beachten Sie, dass für eine Einstellung die Vorlage der Promotionsurkunde erforderlich ist.
  • sehr gute Kenntnisse quantitativer empirischer Sozialforschung
  • sehr gute Kenntnisse im Bereich der standardisierten Textanalyse, text pre-processing (z.B. quanteda in R) und Textanalyse (z.B. topic modeling und text classification)
  • Interesse an der Analyse globaler kultureller Typologien 
  • Kenntnisse im Bereich normativer Diskurse zwischen Liberalismus, Universalismus und Multikulturalismus

 

Allgemeine Hinweise

Das bieten wir:

  • Je nach persönlicher Qualifikation ein Jahresbruttogehalt nach dem TV-L zwischen 57.112,44 € (Stufe 1) und 81.176,28 € (Stufe 6) für eine Vollzeitstelle.
    Die individuell vorzunehmende Stufenzuordnung erfolgt seitens der Universität aufgrund der berücksichtigungsfähigen beruflichen Vorerfahrungen im Fall der Einstellungszusage.
    Von dieser Zuordnung sind auch Zusatzleistungen wie die Jahressonderzahlung („Weihnachtsgeld“) und eventuelle Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der ausgeschriebenen Entgeltgruppe abhängig. Grundlage bilden die geltenden rechtlichen Bestimmungen des TV-L (hier insbesondere der § 16 TV-L).
    Für Beamt:innen richtet sich die Besoldung insbesondere nach den Vorschriften des Bremischen Besoldungsgesetz (weitere Informationen finden Sie hier).
  • für Angestellte im öffentlichen Dienst eine zusätzliche Altersversorgung (VBL)
  • 30 Tage Erholungsurlaub im Kalenderjahr (bei einer 5-Tage-Woche)
  • eine vielfältige, zukunftsorientierte und offene Unternehmenskultur
  • Unterstützung durch ein kollegiales, motiviertes Team mit positivem Betriebsklima
  • Individuelle Einarbeitung
  • Die Möglichkeit zu Fort- und Weiterbildungen
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch flexible Arbeitszeiten (Gleitzeit) sowie die Möglichkeit zur Mobilen Arbeit (unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen)
  • Kostenlose Angebote im Rahmen der Sozial- und Familienberatung
  • Ein aktives betriebliches Gesundheitsmanagement inkl. der Möglichkeit von Vergünstigungen bei den örtlichen Sportvereinen oder für Fitnessstudios und Schwimmbäder (EGYM Wellpass)
  • Die Möglichkeit der Inanspruchnahme eines Job-Tickets
  • Zahlreiche Angebote zu Sport und Kultur
  • Abwechslungsreiche Verpflegungsmöglichkeiten in den Mensen des Studierendenwerks

 

Haben Sie Fragen?

Für grundsätzliche Fragen zum Personalauswahlverfahren sowie für inhaltliche Fragen zur ausgeschriebenen Stelle wenden Sie sich bitte an:

mwindzio@uni-bremen.de

So bewerben Sie sich:

Ihre Bewerbung mit Ihren vollständigen und aussagekräftigen Unterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Qualifikationsnachweise, Zeugnisse) richten Sie bitte unter Angabe der Kennziffer A149-26 bis zum 31.08.2026 als eine PDF-Datei auf dem unverschlüsselten elektronischen Postweg an:

mwindzio@uni-bremen.de und stieglit@uni-bremen.de 

oder postalisch an

Universität Bremen 
SFB 1342 
AG Windzio
Postfach 330 440
28334 Bremen 

Wir weisen darauf hin, dass den Bewerbungsunterlagen keine Fotos beizufügen sind.

Wir bitten Sie, uns nur Kopien (keine Mappen) einzureichen, da wir diese nicht zurücksenden können.

Hinweis gem. §§ 12, 13 DSGVO: Ihre Bewerbungsunterlagen werden nach den Vorgaben von Art. 6 DSGVO i.V.m. § 12 BremDSGVOAG, §§ 85ff. BremBG, § 15 AGG bis zum Ablauf der gesetzlichen Frist aufbewahrt und anschließend vernichtet.

Etwaige Kosten für das Bewerbungsverfahren können nicht erstattet werden.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!


Kontakt:
Prof. Dr. Michael Windzio
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 9
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58629
E-Mail: mwindzio@uni-bremen.de

(c) Oxford University Press
(c) Oxford University Press
Oxford University Press

Prof. Dr. Herbert Obinger und Prof. Dr. Carina Schmitt, beide Leitung des Projekts A09 "Welten der Wohlfahrt in globaler Perspektive. Bestimmungsfaktoren und Outcomes", sind Teil des Herausgeber-Teams des Oxford Handbook of Social Policies in the Global South. In der vergangenen Woche wurde der Band bei Oxford University Press veröffentlicht und ist ab sofort verfügbar.
 
 
Die Beiträge widmen sich gemeinsam drei zentralen Forschungsfragen: Welche sozialpolitischen Maßnahmen und Institutionen prägen den Globalen Süden? Welche Faktoren erklären ihren gegenwärtigen Entwicklungsstand und ihre zukünftige Dynamik? Und welche maßgeblichen Einflussfaktoren bestimmen die Ausgestaltung und Entwicklung von Sozialpolitik im Globalen Süden?
 
Der Band bietet einen fundierten Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu Sozialpolitik auf globaler, regionaler und nationaler Ebene. Die Beiträge wurden mit dem ausdrücklichen Ziel verfasst, einen informierten, zugänglichen und zugleich umfassenden Einblick in die Sozialpolitik des Globalen Südens zu vermitteln. Damit stellt das Handbuch sowohl für Fachwissenschaftlerinnen und Fachwissenschaftler als auch für fachfremde Interessierte einen idealen Einstieg in zentrale Themen, Regionen und Länder des Globalen Südens dar.

Kontakt:
Prof. Dr. Herbert Obinger
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 5
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58567
E-Mail: herbert.obinger@uni-bremen.de

Prof. Dr. Carina Schmitt
Universität Bamberg
Feldkirchenstraße 21
96045 Bamberg
Tel.: +49 951 863 2734
E-Mail: carina.schmitt@uni-bamberg.de

(c) LSE
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Open Access

In der renommierten Fachzeitschrift Economia, die von der London School of Economics and Political Science (LSE) herausgegeben wird, wurde kürzlich ein Beitrag von Prof. Dr. Torben Klarl veröffentlicht. Seit Beginn der dritten Phase des SFB 1342 arbeitet er im Projekt A10 "Kausale Auswirkungen von Rentenreformen auf sozioökonomische und politische Ergebnisse". Der Artikel ist als Open Access frei zugänglich.

[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/ecca.70060]

Abstract:

This paper investigates the impact of creativity on technological advancement, long-term economic development, and social welfare, where creativity is determined endogenously through interactions within social networks. The analysis shows that an economy remains stagnant, exhibiting neither networking nor long-term growth, when the size of the creative class falls below a positive threshold. Once this threshold is exceeded, active networking between creative and non-creative individuals emerges, fostering sustained technological progress and income growth. The model is calibrated and used to simulate the transition from stagnation to sustained growth. The results indicate meaningful welfare gains from such a transition, driven by the cumulative effects of technological progress facilitated by networking.

Economia ist eine internationale wissenschaftliche Fachzeitschrift, die Forschungsergebnisse aus sämtlichen Teilgebieten der Volkswirtschaftslehre veröffentlicht. Sie wird vom Economics Department der London School of Economics and Political Science (LSE) herausgegeben. Die Zeitschrift veröffentlicht hochwertige wissenschaftliche Beiträge aus allen Bereichen der internationalen Forschungsgemeinschaft, die für ein breites ökonomisches Fachpublikum von Interesse sind. Sie zählt zu den führenden Fachzeitschriften der Volkswirtschaftslehre und nimmt in den veröffentlichten Zitationsrankings regelmäßig Spitzenpositionen ein.

Torben Klarl ist Professor für Makroökonomie an der Universität Bremen. Seine Forschungsinteressen liegen zurzeit in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Klimawandel, Politische Ökonomie, Entwicklungsökonomik und Wachstum.


Kontakt:
Prof. Dr. Torben Klarl
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Max-von-Laue-Straße 1
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-66560
E-Mail: tklarl@uni-bremen.de

(c) Aysegül Kayaoglu
(c) Aysegül Kayaoglu
18. Juni 2026, Fundación Ramón Areces, Madrid

Dr. Aysegül Kayaoglu aus dem Projekt A06 "Familienpolitik: Sozioökonomische Outcomes und Policy-Lernen" präsentierte am 18. Juni 2026 auf dem 3. Workshop Economics of Health and Human Capital in der Fundación Ramón Areces in Madrid den Beitrag "Which Childcare Raises Maternal Employment? Public, Private and the Rationed Margin in Türkiye".

Auf Grundlage monatlicher Erwerbsverläufe von Frauen in Kombination mit Daten auf Provinzebene zu Kinderbetreuungseinrichtungen untersucht der Beitrag, wie die Ausgestaltung der Kinderbetreuungspolitik – und nicht allein deren Verfügbarkeit – die Erwerbstätigkeit von Müttern in der Türkei beeinflusst. Dabei wird zwischen öffentlichen und privaten Betreuungsangeboten unterschieden. Besonderes Augenmerk gilt dem sogenannten rationierten Bereich, in dem die Nachfrage nach subventionierten Betreuungsplätzen das Angebot übersteigt. Auf diese Weise wird analysiert, welche Formen der Kinderbetreuung tatsächlich dazu beitragen, Mütter in Erwerbstätigkeit zu bringen.

Der Workshop knüpft an frühere Formate an, die 2024 in Madrid und 2025 in Castellón de la Plana stattfanden. Er wird gemeinsam von der Universidad Autónoma de Madrid (UAM) und der Universitat Jaume I (UJI) organisiert und bringt Forschende zusammen, die modernste Methoden der Ökonometrie, Data Science und Kausalanalyse auf Fragestellungen der Gesundheitsökonomie sowie der Ökonomie des Humankapitals anwenden. Das eintägige Programm umfasst zehn wissenschaftliche Beiträge, für die jeweils 30 Minuten Präsentations- und Diskussionszeit vorgesehen sind. Die Zahl der Teilnehmenden ist auf etwa zwanzig Forschende begrenzt. Die Keynote Lecture des diesjährigen Workshops hielt Gabriella Conti (University College London).


Kontakt:
Dr. Aysegul Kayaoglu
Mannheimer Zentrum für europäische Sozialforschung (MZES)
A5, 6
68159 Mannheim
E-Mail: ayseguel.kayaoglu@uni-mannheim.de

(c) Maximilian Hohmann
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Informations- und Austauschtreffen am 24.06.2026

Mit Blick auf den Start der neuen BIGSSS-Kohorte zum September 2026 wurden die neuen Doktorand:innen begrüßt, die vor Kurzem ihre Stellen als wissenschaftliche Mitarbeitende im SFB 1342 angetreten haben. Neben Prof. Dr. Patrick Sachweh, Dekan der Bremen International Graduate School of Social Sciences, gaben auch Dr. Regina Arant, die Leiterin des Studienprogramms, sowie Geschäftsführer Dr. Christian Peters Ausblick auf die bevorstehenden Termine, Anforderungen und möglichen Hilfstellungen in der Graduiertenschule. Von Seiten des SFB 1342 waren die Sprecherin Prof. Dr. Sarah Berens und die Geschäftsführerin Dr. Irina Wiegand dabei.

Die Bremen International Graduate School of Social Sciences ist eine der führenden Einrichtungen für die Doktorand:innenausbildung in den Sozialwissenschaften in Deutschland. Das Studienprogramm stützt sich auf die Kernfächer Politikwissenschaft, Soziologie und Psychologie und wird gemeinsam von der Universität Bremen und der Constructor University getragen. Für die wissenschaftlichen Mitarbeitenden im Sonderforschungsbereich "Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik" gehört das unterstützende Graduiertenprogramm zum Teil ihrer Qualifikation.


Kontakt:
Dr. Irina Wiegand
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 5
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58508
E-Mail: irina.wiegand@uni-bremen.de

(c) Maximilian Hohmann
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Jour Fixe mit Prof. Dr. Martin Lengwiler am 17.06.2026

Am 17. Juni 2026 hielt Prof. Dr. Martin Lengwiler von der Universität Basel den letzten Gastvortrag im Rahmen der SFB 1342 Jour Fixe-Reihe im aktuellen Sommersemester. Der schweizer Historiker präsentierte die Ergebnisse seiner Forschung zur Verbreitung kommerzieller Versicherungen in Ost- und Westafrika. Eingeladen wurde er von Prof. Dr. Delia González de Reufels, Leiterin des Teilprojekts B15 und Dekanin des Fachbereichs 08: Sozialwissenschaften der Universität Bremen.

Abstract:

This paper presents the results of a historical research project examining the diffusion of commercial insurance in non-Western countries. It focuses on sub-Saharan Africa, particularly East and West African countries, from the late colonial period to the early decades of independence (1940s–1980s). During the colonial era, insurance was primarily available to Western communities and local elites. After independence, the development of insurance markets depended on political and socio-economic conditions. In socialist countries such as Tanzania and Ghana, the insurance industry was nationalised and campaigns were launched for its 'Africanisation', but these countries still depended on Western expertise and reinsurance. In Western-oriented countries such as Kenya and Nigeria, markets were driven by competition between African and European companies. The growth of commercial insurance markets, especially life insurance, was also limited by the social welfare programmes of independent African governments. This paper discusses the factors that have shaped the development of African insurance markets and highlights the role of regional and international organisations (e.g. UNCTAD).

Martin Lengwiler ist Full Professor für Neuere Allgemeine Geschichte an der Universität Basel. Er habilitierte sich 2004 an der Universität Zürich und nahm seither mehrere Gast- und Vertretungsprofessuren ein, unter anderem an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales (2009) und an der Universität Basel (2006-2009). Er war 2001 Fellow am Historical Research Institute, University of California, Irvine. Zudem ist er assoziiertes Mitglied der Projektgruppe Wissenschaftspolitik am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). 2009 wurde er an der Universität Basel auf eine Assistenzprofessur mit Tenure Track (Allgemeine Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts) berufen. 2012 wurde die Stelle in ein Ordinariat umgewandelt.


Kontakt:
Prof. Dr. Delia González de Reufels
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik, Institut für Geschichtswissenschaft / FB 08
Universitäts-Boulevard 13
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-67200
E-Mail: dgr@uni-bremen.de

(c) Maximilian Hohmann
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13. Juni 2026, Universität Bremen

Gemeinsam mit dem Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) war der Sonderforschungsbereich Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik beim Open Campus der Universität Bremen am Samstag, 13. Juni 2026, mit einer Station vertreten. An über 40 Infoständen erkundigten sich zahlreiche Interessierte zu den Themen Studium, Forschung, Ausbildung und Arbeit. Der Open Campus fand unter dem Motto "Welten öffnen – Wissen teilen" statt.

Weitere Informationen: OPEN CAMPUS 2026 - Universität Bremen


Kontakt:
Dr. Maximilian Hohmann
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-57058
E-Mail: hohmann@uni-bremen.de

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Online-Workshop am 29. Mai 2026

Am Freitag, 29. Mai 2026, konnten sich die neuen Kolleginnen und Kollegen, die im Zuge der Phase III an den Sonderforschungsbereich 1342 gekommen sind, mit dem "Global Welfare State Information System (WeSIS)" vertraut machen. Dr. Nils Düpont, SFB-Mitglied seit Phase I, gab eine fundierte Einführung in das System und konnte den Teilnehmenden mit fünf kurzen Aufgaben und pragmatischen Tipps die Arbeit mit WeSIS verständlich nahebringen.

Im Rahmen des einstündigen Workshops konnten sowohl generelle Verständnisfragen als auch detaillierte Anwendungsmöglichkeiten erörtert werden.

Anmeldung und weitere Informationen unter: https://wesis.org/


Kontakt:
Dr. Nils Düpont
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-57060
E-Mail: duepont@uni-bremen.de

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Jour Fixe mit Prof. Sulitzeanu-Kenan am 20. Mai 2026

Auf Einladung von SFB-Sprecher Prof. Dr. Markus Tepe war Prof. Raanan Sulitzeanu-Kenan von der Hebräischen Universität Jerusalem zu Gast in Bremen. Am 20. Mai 2026 hielt er einen Vortrag mit dem Titel "The Curse of Highly Effective Social Policies: Empirical Implications of a Theoretical Model". Die Veranstaltung fand in hybridem Format statt, so dass auch Kolleginnen und Kollegen von anderen Universitäten teilnehmen konnten.

Abstract:
How can we explain cases in which effective social policies become neglected by policymakers and citizens alike? Highly effective policies reduce the visibility of the social problems they address (e.g., poverty, poor health, inequality), thereby creating the illusion that the problem has been solved. As a result, beneficiaries may become less politically active, as the urgency that once motivated mobilization declines, and voters may similarly shift their attention toward other issues. These dynamics, in turn, create opportunities for opponents (e.g., austerity advocates, science skeptics) to argue that the policy is no longer necessary or has become too costly. Political support for a social policy may therefore erode because it succeeded, not because it failed. This study investigates this curse of highly effective social policies by developing a theoretical model that captures these self-undermining dynamics and generates several unintuitive predictions about the relationship between a policy’s effectiveness and the temporal evolution of public support and funding.

Raanan Sulitzeanu-Kenan is a Professor of Public Policy at the Hebrew University of Jerusalem. He earned his DPhil in Political Science from Oxford University. His research focuses on behavioral public administration, political behavior, and empirical legal studies, with a prolific publication record exploring topics such as public sector honesty, proportionality in policy, and the reputational dynamics of administrative agencies. He served as the Head of the Federmann School of Public Policy (2017-21), and as Vice-Dean of Teaching at the Faculty of Social Sciences (2023-26) at the Hebrew University.


Kontakt:
Prof. Dr. Markus Tepe
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 5
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58520
E-Mail: markus.tepe@uni-bremen.de