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Simone Tonelli
Simone Tonelli
Der Politikwissenschaftler promovierte im Teilprojekt A06 zur Diffusion von familienpolitischen Programmen, unter anderem in Ost- und Südostasien.

Simone Tonelli hat am Montag, 24. Januar 2022, seine Doktorarbeit "The Politics of Family Policy in a Global Perspective" erfolgreich verteidigt. Die Verteidigung fand hybrid statt: Tonelli präsentierte seine Arbeit vor Ort in Bremen vor der 7-köpfigen Prüfungskommission, die Zuhörer*innen konnten die PRäsentation und anschließende Diskussion per Videokonferenz verfogen.

Simone Tonelli ist seit 2018 Mitglied des SFB 1342 und promovierte im Teilprojekt A06 Entwicklung und Diffusion von Familienpolitik in globaler Perspektive, das Ende 2021 abgeschlossen wurde. Seine kumulative Doktorarbeit basiert unter anderem auf folgenden Aufsätzen:

Tonelli, Simone, 2022: What Curbs Social Investment? The Effect of Foreign Electoral Outcomes on Childcare Expenditure Levels, in: Journal of Social Policy, First View , pp. 1 - 21.

Tonelli, Simone; Drobnič, Sonja; Huinink, Johannes, 2021: Child-related family policies in East and Southeast Asia: An intra-regional comparison, in: International Journal of Social Welfare, 30 (4), S. 385 – 395.

Böger, Tobias; Son, Keonhi; Tonelli, Simone, 2022: Origins of Family Policy: Prerequisites or Diffusion, in: Windzio, Michael; Mossig, Ivo; Besche-Truthe, Fabian; Seitzer, Helen (Hg.), Networks and Geographies of Global Social Policy Diffusion. Culture, Economy and Colonial Legacies, Global Dynamics of Social Policy, Cham: Palgrave Macmillan, S. 169 - 193.


Kontakt:
Simone Tonelli
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 9
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58540
E-Mail: si_to@uni-bremen.de

Für den Arbeitsschwerpunkt "Politische Parteien" sucht das Informationsinfrastrukturprojekt zwei Mitarbeiter*innen mit je 20 Stunden/Monat.

Der Sonderforschungsbereich 1342 "Global Dynamics of Social Policy"
(Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik) 
sucht für das Informationsinfrastrukturprojekt (INF)

zwei studentische Hilfskräfte

mit je 20 Stunden/Monat mit Arbeitsschwerpunkt "Politische Parteien".

Die Einstellung erfolgt voraussichtlich zum 01.03.2022 für einen Zeitraum von zunächst drei Monaten, bei guter Zusammenarbeit ist eine längerfristige Anstellung möglich und erwünscht.

Als Teil eines interdisziplinären Forschungsprojektes umfassen die Aufgabengebiete

  • Recherche, Akquise und Aufbereitung von Daten zu politischen Parteien (bspw. Wahlergebnisse, Regierungsbeteiligung, Parteibündnisse)
  • Recherche und Akquise von Textdokumenten von Parteien
  • Unterstützung bei grundlegenden Projektaufgaben


Voraussetzungen
sind

  • Grundsätzliches Interesse an politischen Parteien
  • Grundkenntnisse des wissenschaftlichen Arbeitens
  • Kreativität und Hartnäckigkeit bei Rechercheaufgaben
  • Englischkenntnisse (weitere Sprachkenntnisse sind von Vorteil)


Von
Vorteil sind

  • Erfahrung im Umgang mit Excel oder anderen Tabellenkalkulationsprogrammen
  • Kenntnisse in R, Stata oder Python


Für weitere Informationen
wenden Sie sich gern an Dr. Nils Düpont (
duepont@uni-bremen.de). Eine Kurzbewerbung (Studiengang, Fachsemester, absolvierte Module und Datenkenntnisse) senden Sie bitte in einer PDF ebenfalls an Dr. Nils Düpont.

Link zum Projekt
Informationsinfrastrukturprojekt: Weiterentwicklung des Global Welfare State Information System (WeSIS), eScience-Dienste und Forschungsdatenmanagement


Kontakt:
Dr. Nils Düpont
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-57060
E-Mail: duepont@uni-bremen.de

Simon Gerards Iglesias
Simon Gerards Iglesias
Anknüpfend an seine Dissertation im abgeschlossenen Teilprojekt B02 spricht der Historiker über die Niederschlagung der Arbeiterproteste in Argentinien Anfang des Jahres 1919 und die kurze Zeit später stattfindende Gründung der ILO.

Das Institut für Geschichtswissenschaft der Universität Bremen hat einen eigenen Podcast ins Leben gerufen. In der Interviewreihe, an deren Konzeption das ehemalige SFB-Mitglied Simon Gerards Iglesias maßgeblich beteiligt war, sprechen Mitarbeiter*innen des Instituts über relevante und zugleich anschauliche Bereiche ihrer Forschungsarbeit.

Den Anfang der Reihe übernimmt Gerards Iglesias gleich selbst: Im Gespräch mit der Institutsgeschäftsführerin Imke Sturm-Martin beleuchtet er, wie die Anfang 1919 blutig niedergeschlagenen Arbeiterproteste in Argentinien mit der kurz darauf erfolgten Gründung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zusammenhängen und welche Rolle die ILO anschließend bei der Entwicklung der argentinischen Sozialpolitik spielte.

Der Podcast: Aufstand transnational - Was Argentiniens wütende Arbeiter mit Genfer Gesetzen zu tun hatten

Simon Gerards Iglesias ist Wirtschafts- und Sozialhistoriker und forscht zur Geschichte Lateinamerikas an der Universität Bremen. Er war von 2019 bis Ende 2021 Mitglied im SFB 1342, wo er im mittlerweile abgeschlossenen Teilprojekt B02 Herausbildung, Aus- und Umbau des Sozialstaats im Cono Sur im Austausch mit (Süd-)Europa (1850-1990) geforscht hat. In seiner Dissertation beschäftigt er sich mit transnationaler Geschichte und dem Verhältnis zwischen Argentinien und der Internationalen Arbeitsorganisation.


Kontakt:
Simon Gerards Iglesias
Michael Lischka
Michael Lischka
In seiner Monographie analysiert der Geograph die Dynamiken zwischenstaatlicher Exportbeziehungen zwischen 1995 und 2018. Lischka weist dabei neben einem Hauptkern der größten Volkswirtschaften Subzentren im Globalen Süden nach.

Michael Lischkas Arbeit trägt den Titel "Dynamiken Transnationaler Interdependenzen – Veränderungen der Integration von Nationalstaaten im globalen Exportnetzwerk zwischen 1995 und 2018 und deren Bedeutung als politisches Machtpotenzial". Lischka hat darin die Veränderungen relevanter zwischenstaatlicher Exportverflechtungen untersucht.

In seiner makroquantitativen Arbeit vereint Lischka wirtschaftsgeographische und politikwissenschaftliche Ansätze. Dadurch werden zwischenstaatliche Interdependenzen als grenzüberschreitende Flüsse von besonderer gegenseitiger Bedeutung operationalisiert. Das ermöglicht eine relationale Perspektive auf zwischenstaatliche Verflechtungen, wodurch diese mit Methoden der Sozialen Netzwerkanalyse erfasst und analysiert werden.

Zentrale Ergebnisse der Arbeit sind:

  • Das globale Interdependenzniveau ist seit 1995 bis 2018 stetig angewachsen.
  • Das heutige Exportnetzwerk zeigt einen importstarken Kern und eine importschwache Peripherie, wenn der Ähnlichkeitsaspekt ‚Bedeutung als Absatzmarkt‘ allein betrachtet wird. Der Kern besteht vorwiegend aus den etablierten Industriestaaten und aufstrebenden Schwellenländern. Der Peripherie gehören vermehrt Staaten mit geringer ausfallenden volkswirtschaftlichen Kenngrößen an.
  • Die Kern-Peripherie-Dichotomie basiert auf hochgradig unterschiedlichen Entwicklungsverläufen der Nationalstaaten untereinander.
  • Fokussiert man anstelle volkswirtschaftlicher Ähnlichkeitsmaße die Verflechtungsstrukturen der Staaten untereinander, zeigt sich eine räumlich differenzierte Mehr-Kern-Struktur, bestehend aus einem Hauptkern der größten Volkswirtschaften und einer heterogenen Peripherie mit unterschiedlichen Ländergruppen, die jeweils Zentren mit besonderer lokaler Dichte bilden, also stärker untereinander verbunden sind als mit dem Kern.
  • Die Mehrkern-Struktur spricht einerseits für ein bestehendes ökonomisches Nord-Süd-Gefälle in der Weltwirtschaft. Andererseits hebt sie die Bedeutung von Süd-Süd-Verflechtungen hervor und ermöglicht somit eine Perspektive jenseits der populären Kern-Peripherie-Dichotomie.
  • Mainstream-Außenhandelstheorien können das Zustandekommen von ökonomischen Interdependenzen nicht hinreichend erklären, da sie nur den monetären Output der komplexen Verflechtungsstrukturen fokussieren, und nicht die Verflechtungen an sich. Diese zeigen sich eindrücklich in der vorliegenden Netzwerkanalyse.

Lischka_Abbildung.jpg (226 KB)

Abbildung: Netzwerk aus überdurchschnittlichen reziproken Exportverbindungen, die über 24 Jahre (1995-2018) hinweg konstant sind.


Der Prüfungskommission gehörten an: Ivo Mossig, Michael Flitner, Herbert Obinger, Julia Lossau, Gabriela Carolina Molina León, Daniel Schuster.


Kontakt:
Michael Lischka
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-57061
E-Mail: lischka@uni-bremen.de

In einem gemeinsamen, bei Palgrave Macmillan erschienenen Sammelband untersuchen die quantitativen Projekte des SFB 1342, ob und wie die globale Verbreitung einer Vielzahl von sozialpolitischen Programmen über verschiedene Netzwerkdimensionen erfolgt.

"Networks and Geographies of Global Social Policy Diffusion. Culture, Economy and Colonial Legacies", herausgegeben von Michael Windzio, Ivo Mossig, Fabian Besche-Truthe und Helen Seitzer, ist der sechste Band des SFB 1342 in der Reihe Global Dynamics of Social Policy, die bei Palgrave Macmillan erscheint. Auf 272 Seiten analysieren die Autor*innen die Einführung eines breiten Spektrums sozialpolitischer Programme - Arbeitsunfallversicherung, Schulpflicht, Erwachsenengrundbildung, öffentliche Gesundheitsversorgung, öffentliche Langzeitpflege, Familienpolitik und Antidiskriminierungsgesetzgebung. Sie verwenden Daten, die bis ins Jahr 1880 zurückreichen, und suchen nach dem Einfluss globaler Netzwerke auf die Verbreitung dieser Politiken. In dieser Perspektive werden Netzwerke des globalen Handels, der Kolonialgeschichte, der kulturellen Ähnlichkeit und der räumlichen Nähe als "Kanal-Strukturen" oder strukturelles Rückgrat des Diffusionsprozesses betrachtet.

Die Gesamtergebnisse zeigen, dass die Bedeutung internationaler Verflechtungen, die durch verschiedene Netzwerktypen erfasst werden, in den untersuchten Sozialpolitiken nicht homogen ist. "Die Ergebnisse legen nahe, dass räumliche Nähe in dieser Hinsicht der wichtigste Netzwerk-Faktor ist", schreiben Carina Schmitt und Herbert Obinger in ihrer Zusammenfassung des Buches. "Räumliche Nähe impliziert starke internationale Verflechtungen in vielerlei Hinsicht, wie grenzüberschreitende Migration, kulturelle Bindungen und Handelsbeziehungen. Darüber hinaus sind alle diese Verflechtungen ein Indiz für eine intensive grenzüberschreitende Kommunikation, die weithin als Hauptvoraussetzung für die Verbreitung politischer Maßnahmen angesehen wird." Interessanterweise wurden weder koloniale Bindungen noch Handelsbeziehungen als wichtige Erklärungsfaktoren identifiziert.

In allen Kapiteln dieses Buches wurden auch die wichtigsten innerstaatlichen Faktoren untersucht, die zur Einführung der jeweiligen sozialpolitischen Programme beigetragen haben, denn nur das Zusammenspiel von internationalen Verflechtungen und nationalen Faktoren erklärt die Einführung und Verbreitung von sozialpolitischen Maßnahmen.

Nachfolgend finden Sie eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse für die einzelnen sozialpolitischen Programme

Arbeitsunfall-Programme

Nate Breznau und Felix Lanver haben Staatsbildungs- und Demokratisierungsprozesse als zentrale Antriebsfaktoren für die Einführung von Arbeitsunfallprogrammen identifiziert. Räumliche Nähe und Handelsbeziehungen haben ebenfalls einen positiven, aber geringeren Effekt.

Schulpflichtige Bildung

Helen Seitzer, Fabian Besche-Truthe und Michael Windzio fanden heraus, dass das Netzwerk kultureller Ähnlichkeit bei der Verbreitung der Schulpflicht durchweg von Bedeutung war. Koloniale Einflüsse und Handelsnetzwerke hingegen zeigten keine signifikanten Ergebnisse. "Die Forschung zur Verbreitung von Bildungspolitik sollte wirtschaftliche Faktoren nicht ignorieren", schreiben die Autoren, "sondern neben den 'üblichen Verdächtigen' auch kulturelle Faktoren einbeziehen."

Grundbildung für Erwachsene

Kulturelle Ähnlichkeit hat im Fall von Grundbildung keinen robusten Einfluss, schreibt Fabian Besche-Truthe. "Alle Ergebnisse lassen mich an einen Diffusionsprozess glauben, der zwar nicht völlig erratisch ist, aber auch nicht durch Interdependenzen zwischen den Ländern strukturiert ist", interpretiert er seine Daten.

Gesundheitssysteme

Handelsnetzwerke können die Politikdiffusion in diesem Fall nicht erklären, stellen Alexander Polte, Sebastian Haunss, Achim Schmid, Gabriela de Carvalho und Heinz Rothgang fest. Auch die Verbindungen, die durch kulturelle Ähnlichkeit und koloniale Bindungen entstehen, bieten keine universelle Erklärung für die Einführung von Gesundheitssystemen. "Basierend auf unserem Wissen über Gesundheitssysteme auf der ganzen Welt gehen wir vielmehr davon aus, dass eher die Art als der Zeitpunkt der Systemeinführung durch transnationale Politikdiffusionsnetzwerke beeinflusst wird", schreibt das Autorenteam. Die Einführung von Gesundheitssystemen fand vor allem in wirtschaftlich wohlhabenden Ländern vor dem Zweiten Weltkrieg statt, der Effekt des BIP nimmt in den nachfolgenden Perioden ab. Darüber hinaus sinkt der Effekt der räumlichen Nähe im Laufe der Zeit, während der Effekt von Handelsnetzwerken zuzunehmen scheint.

Langzeitpflegesysteme

Johanna Fischer, Alexander Polte und Meika Sternkopf haben mehrere Faktoren identifiziert, die die Einführung von Langzeitpflegesystemen begünstigen, wobei sie feststellten, dass wir uns in diesem Bereich der Sozialpolitik noch in der frühen Phase der Verbreitung befinden. Abgesehen von der geografischen Nähe scheint es keine horizontale Diffusion über Netzwerke zu geben. Vielmehr hängt die Einführung von Langzeitpflegesystemen vom Problemdruck (Bevölkerung 75+), der politischen Stellung der Frau, dem Pro-Kopf-BIP und dem Grad der Demokratisierung ab.

Familienpolitik

Der bezahlte Mutterschaftsurlaub ist ein Paradebeispiel für die Agenda-Setting-Macht der ILO. Tobias Böger, Keonhi Son und Simone Tonelli haben herausgefunden, dass koloniale und andere imperiale Beziehungen eine wichtige Rolle bei der Entstehung anderer familienpolitischer Maßnahmen außerhalb Westeuropas spielen, z. B. bei der Einführung von Kinderbetreuungseinrichtungen am Arbeitsplatz. Die Einführung von Familienbeihilfen wie z.B. das Kindergeld wird durch niedrige Fruchtbarkeitsraten gefördert. 

Antidiskriminierungsgesetze in Beschäftigung und Beruf

Mit Ausnahme des Netzwerks der geografischen Nähe spielen die von Jenny Hahs untersuchten Netzwerke keine bedeutende Rolle als Verbreitungsweg. "Der Einfluss der ILO-Mitgliedschaft verlangsamt die Wirkung der Ratifizierung eher, als dass er sie unterstützt", folgert Hahs. "Überraschenderweise ist der Einfluss des nationalen De-jure-Status von Antidiskriminierungsrechten völlig irrelevant. Dies spricht für eine Entkopplung von transnationaler und nationaler Regulierung im Bereich der Antidiskriminierungsrechte."

Antidiskriminierungsvorschriften am Arbeitsplatz für die LGBTQ+-Gemeinschaft

Innerstaatliche Faktoren, vor allem der Demokratisierungsindex und der Gleichstellungsindex, haben einen sehr starken positiven Einfluss auf die Einführung von Antidiskriminierungsvorschriften, schreibt Helen Seitzer in ihrem Beitrag. "Das interessanteste Ergebnis der Analyse ist der negative Effekt des Netzwerks der kulturellen Sphären. Länder mit gemeinsamen kulturellen Merkmalen rufen keine Übertragungen hervor, im Gegenteil, sie verlangsamen die Verbreitung. Allerdings könnte dies nur für einige Länder der Fall sein."

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Windzio, Michael; Mossig, Ivo; Besche-Truthe, Fabian; Seitzer, Helen (Hg.), 2022: Networks and Geographies of Global Social Policy Diffusion. Culture, Economy and Colonial Legacies, Global Dynamics of Social Policy, Cham: Palgrave Macmillan, doi:10.1007%2F978-3-030-83403-6


Kontakt:
Dr. Fabian Besche-Truthe
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-57066
E-Mail: fbesche@uni-bremen.de

Prof. Dr. Ivo Mossig
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel.: +49-421-218 67410
E-Mail: mossig@uni-bremen.de

Dr. Helen Seitzer
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik, Institut für Interkulturelle und Internationale Studien
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-57065
E-Mail: seitzer@uni-bremen.de

Prof. Dr. Michael Windzio
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 9
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58629
E-Mail: mwindzio@uni-bremen.de

Photo: AdobeStock/nosyrevy
Photo: AdobeStock/nosyrevy
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft verlängert die Förderung des SFB 1342 um vier Jahre bis Ende 2025. Die Fördersumme beträgt insgesamt knapp 15 Millionen Euro

Der Sonderforschungsbereich 1342 "Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik", bei dem die Universität Bremen federführend ist, kann seine Arbeit fortsetzen. Der Bewilligungsausschuss für Sonderforschungsbereiche der Deutschen Forschungsgemeinschaft hat am 24. November entschieden, den SFB 1342 für vier weitere Jahre mit insgesamt knapp 15 Millionen Euro zu fördern. Die zweite Förderphase beginnt am 1. Januar 2022.

Am Sonderforschungsbereich 1342, der seine Arbeit Anfang 2018 aufgenommen hat, sind neben dem SOCIUM als Ankerinstitut weitere Forschungsinstitute und -einrichtungen der Universität Bremen, der Jacobs University Bremen, der Universität Bielefeld und der Universität Duisburg-Essen beteiligt. In 15 Teilprojekten erforschen rund 70 Wissenschaftler*innen aus den Disziplinen Politikwissenschaft, Soziologie, Geschichte, Geographie, Jura und Informatik die weltweiten Entwicklungen staatlich verantworteter Sozialpolitik. Dabei werden die Länder des Globalen Südens systematisch mit einbezogen.

Kernfrage: Wer profitiert von sozialer Sicherung und in welchem Umfang?

Bislang hat sich der SFB 1342 auf die Analyse der nationalen, internationalen und transnationalen Wirkungsmechanismen konzentriert, die die Einführung sozialer Sicherungssysteme und deren Ausgestaltung weltweit entscheidend beeinflusst haben. "Die Kernaufgabe in den kommenden vier Jahren wird nun die Untersuchung der Inklusivität und des Leistungsumfangs staatlicher Sozialpolitik sein. Kurz gesagt geht es um die Frage: Wer profitiert von sozialer Sicherung und in welchem Umfang?", erläutert Herbert Obinger, Sprecher des SFB 1342.

Der SFB 1342 wird in der zweiten Förderphase zwei Projektbereichen bestehen: Die sechs Teilprojekte des Bereichs A untersuchen die Dynamiken verschiedener Sozialpolitikfelder in globaler und historischer Perspektive; makro-quantitative Analysen werden dabei um einzelne Länderstudien ergänzt. Die acht Teilprojekte des Bereichs B führen für ausgewählte Länder/Regionen und bestimmte Sozialschutzprogramme Fallstudien und Ländervergleiche durch; der Schwerpunkt liegt auf qualitativen Untersuchungen, die durch quantitative Analysen ergänzt werden.

In einem Informationsinfrastruktur-Projekt wird das Global Welfare State Information System (WeSIS) weiterentwickelt. Wie in Förderphase eins werden alle erhobenen Forschungsdaten in das webbasierte, interaktive Informationssystem eingespeist. WeSIS wird voraussichtlich 2024 für die Öffentlichkeit freigeschaltet. Dann können Forschungseinrichtungen und die allgemeine Öffentlichkeit weltweit alle in WeSIS gespeicherten Daten kostenlos für nicht-kommerzielle Zwecke nutzen.

Die beteiligten Forschungsinstitute und -einrichtungen im Überblick

  • SOCIUM – Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik, Universität Bremen
  • Institut für Interkulturelle und Internationale Studien, Universität Bremen
  • Arbeitsgruppe Informationsmanagement, Universität Bremen
  • Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen
  • Institut für Arbeit und Wirtschaft, Universität Bremen
  • Institut für Geographie, Universität Bremen
  • Institut für Geschichtswissenschaft, Universität Bremen
  • Zentrum für Europäische Rechtspolitik, Universität Bremen
  • China Global. Center for the Study of China and Globalization, Jacobs University Bremen
  • Institut für Soziale Arbeit und Sozialpolitik, Universität Duisburg-Essen
  • Fa­kultät für Soziologie, Universität Bielefeld

Kontakt:
Prof. Dr. Herbert Obinger
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 5
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-58567
E-Mail: herbert.obinger@uni-bremen.de

Das SFB-Teilprojekt A04 hat Ende Oktober einen Workshop mit Expert*innen aus der Türkei veranstaltet, in dem die Entwicklungen der Langzeitpflege in beiden Ländern analysiert wurde.

Am 21. Oktober veranstaltete das A04-Projekt "Globale Entwicklungen in den Gesundheitssystemen und Langzeitpflege als neues soziales Risiko" einen Workshop zur Langzeitpflegepolitik in der Türkei und in Deutschland. Das Hauptziel der Veranstaltung war es, die historischen und aktuellen Entwicklungen der Langzeitpflege in der Türkei und in Deutschland zu diskutieren, um wichtige Meilensteine beider Systeme zu identifizieren und zu untersuchen, ob und wie wir beide Fälle vergleichen können.

Zusätzlich zu den Teammitgliedern des A04-Projekts waren auch externe Experten für die Türkei anwesend, um den türkischen Fall zu diskutieren. Dr. Özden Güdük erörterte die historischen Entwicklungen der Langzeitpflegepolitik in der Türkei, und Cansu Erdogan stellte eines der Kapitel ihrer Dissertation mit dem Titel "Development of Long-Term Care Policies in Turkey: (Inter)national Actors, Global Norms, Domestic Dynamics".

 

Dr. Özden Güdük ist derzeit als Postdoktorandin in der Abteilung für Gesundheit, Langzeitpflege und Renten bei Socium tätig. Sie ist Assistenzprofessorin an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Yuksek Ihtisas Universität in Ankara, Türkei. Sie arbeitet seit mehr als 20 Jahren in verschiedenen Positionen und Organisationen im Gesundheitssektor. In letzter Zeit hat sie sich mit dem Thema der häuslichen Pflegedienste in der Türkei befasst. Dieses Thema umfasst die Patienten, die Langzeitpflege benötigen, und ihre Betreuer/Verwandten sowie die Organisationsstruktur, die die Dienstleistungen für sie erbringt.

Cansu Erdogan ist seit 2020 Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Graduiertenkolleg "Weltpolitik" an der Universität Bielefeld. Sie hat ihren Bachelor an der Koç Universität in Istanbul, Türkei, und ihren Master in Soziologie an der Universität Bielefeld absolviert. Zwischen 2017 und 2020 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt "How 'social' is Turkey? Turkey’s social security system in a European context" in Bielefeld.


Kontakt:
Dr. Gabriela de Carvalho
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-57078
E-Mail: decarvalho@uni-bremen.de

Johanna Fischer
Johanna Fischer
Fischer hat die Entwicklung von Sozialpolitik im Bereich der Langzeitpflege sowohl empirisch vergleichend als auch konzeptionell untersucht.

Johanna Fischer arbeitet in Teilprojekt A04 "Globale Entwicklungen in Gesundheitssystemen und in der Langzeitpflege  als neues soziales Risiko" und hat ihre Doktorarbeit unter dem Titel "The Emergence of Social Policy in the Field of Long-term Care. A Comparative Analysis of the Introduction and Types of Long-term Care Systems in a Global Perspective" geschrieben.

Ihre Arbeit basiert auf drei Aufsätzen:


Johanna Fischer hat mit ihrer Arbeit u.a. die erste umfassende Vergleichsstudie zu Einführungszeitpunkten von Langzeitpflegesystemen weltweit vorgelegt und eine vieldimensionale, akteurszentrierte Typologie von Langzeitpflegesystemen entwickelt. Basierend darauf hat sie einen systematischen internationalen Vergleich von Langzeitpflegesystemen und insbesondere von sozialversicherungsbasierten Langzeitpflegesystemen vorgelegt.


Kontakt:
Dr. Johanna Fischer
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-57074
E-Mail: johanna.fischer@uni-bremen.de

Die GLOBED-Absolventin Cherine Sabry, die von SFB-Mitglied Kerstin Martens mitbetreut wurde, präsentiert ihre Ergebnisse auf dem AEMS-Symposium 2021 an der Indiana University.

Cherine Sabry hat vor kurzem den Masterstudiengang GLOBED (Global Education Policies for Development) abgeschlossen, der gemeinsam von der Universitat Autónoma de Barcelona (Spanien), der Universität Bremen (Deutschland) und der Universität von Zypern angeboten wird. Sie hat ihre Abschlussarbeit (2. Betreuerin Kerstin Martens, Teilprojekt A05, des SFB 1342) über regionale Bildungsorganisationen in der arabischen Welt geschrieben, wobei sie sich auf den Fall der Arab League Educational, Cultural and Scientific Organization (ALECSO) konzentriert.

Sie stellt ihre Ergebnisse heute auf dem 2021 Virtual Symposium on Advancing Education in Muslim Societies (AEMS) vor. Sie liefert neue Erkenntnisse über die Rolle regionaler Organisationen bei der Gestaltung von Bildungspolitik in der arabischen und muslimischen Welt und darüber, wie diese Politik durch die Interaktion zwischen regionalen und globalen IOs geprägt wird. Unter Verwendung eines postkolonialen Analyserahmens hat Sabry die Veröffentlichungen der ALESCO und ihrer Partnerorganisationen untersucht. Die Daten wurden durch Interviews mit derzeitigen und ehemaligen ALECSO-Mitarbeiter*innen ergänzt.

In ihrer Analyse stellt Sabry fest, dass die ALECSO zwischen zwei Trends hin- und hergerissen ist - einerseits will die ALECSO der westlichen Hegemonie in der Region entgegentreten und die arabische Kultur und Sprache fördern bzw. bewahren; andererseits beeinflusst die unbestreitbare Dominanz bestimmter globaler IOs die Arbeit der ALECSO, so dass sie diesen globalen IOs nacheifert, z.B. globale Richtlinien und Kriterien zur Messung der Bildungsqualität verwendet. Diese inkonsistente Strategie in Verbindung mit dem Mangel an qualifiziertem Personal, so Sabry, führe zu einem Rückgang der Rolle, die die ALECSO bei der Gestaltung der Bildungspolitik in der arabischen Welt spiele.

Sie können ein Video von Cherine Sabrys Präsentation herunterladen, das zuvor aufgezeichnet wurde: Regional Education Organizations in the Arab World


Kontakt:
Prof. Dr. Kerstin Martens
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik, Institut für Interkulturelle und Internationale Studien
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-67498
E-Mail: martensk@uni-bremen.de

Gabriela de Carvalho, Johanna Fischer
Gabriela de Carvalho, Johanna Fischer
Johanna Fischer und Gabriela de Carvalho erläutern im Interview, wie die Länderberichte entstehen und welchen Mehrwert sie gegenüber anderen Quellen bieten.

Vor einigen Tagen ist die zwanzigste Ausgabe der CRC 1342 Social Policy Country Briefs erschienen. Könnt ihr aus diesem Anlass noch einmal kurz erklären, worum es in dieser Serie geht?

Johanna Fischer: Die Reihe besteht aus Kurzberichten, die sich jeweils auf einen bestimmten sozialpolitischen Bereich in einem einzelnen Land konzentrieren. So wurden beispielsweise die letzten beiden Berichte über das Gesundheitssystem in Bulgarien (Nr. 19) und das Langzeitpflegesystem in Schweden (Nr. 20) veröffentlicht. Im Einklang mit dem aktuellen Schwerpunkt des SFB - der Entstehung der Sozialpolitik - konzentrieren sich die Länderberichte auf die Einführung von Sozialschutzmaßnahmen und -systemen und deren weitere Entwicklung bis heute. Ziel der Reihe ist es, Länder- und Politikexpert*innen die Möglichkeit zu geben, ihr Wissen in einem halbstrukturierten Format zu teilen, die Informationen über die Open-Access-Publikationen zu verbreiten und wenig erforschte Fälle zu beleuchten, insbesondere solche, die außerhalb von Volkswirtschaften mit hohem Einkommen liegen.

Wie ist es zu dieser Serie gekommen?

Gabriela de Carvalho: Im Rahmen unseres Teilprojekts A04 zu den globalen Entwicklungen in den Gesundheitssystemen und der Langzeitpflege als neues soziales Risiko (sowie des SFB insgesamt) sammeln wir eine Vielzahl von Daten, z. B. zu den Einführungszeitpunkten von Gesundheits- und Langzeitpflegesystemen, ihren Merkmalen und den nachfolgenden Reformen. Daraus ergeben sich zahlreiche Indikatoren, die im Globalen Wohlfahrtsstaat-Informationssystem (WeSIS) des CRC gespeichert sind und von uns und anderen für die Forschung genutzt werden können. Diese Informationen sind jedoch - hauptsächlich - in kategorischen und numerischen Indikatoren erfasst. Wir haben die Country Brief Series ins Leben gerufen, um diese Datensätze mit detaillierteren Beschreibungen in einem erzählenden Format und mit Informationen, die Länderexpert*innen oder Teammitglieder zusammengetragen haben, zu ergänzen. Wir hielten es für schade, wenn dieses umfassende Wissen über die Anfänge und die Entwicklung der Gesundheits- und Pflegesysteme nicht erfasst und veröffentlicht würde. Für die Zukunft ist geplant, dass die Country Briefs auch in WeSIS als zusätzliche länderbezogene Ressource gespeichert werden.

Welchen besonderen Nutzen hat die Serie im Vergleich zu bestehenden sozialpolitischen Länderprofilen?

Johanna Fischer: Die CRC 1342 Social Policy Country Briefs haben mehrere Vorteile, die von anderen Publikationsreihen nicht vollständig abgedeckt werden. Einer davon ist der explizite historische Fokus - im Einklang mit der Forschungsagenda des SFB - auf die anfängliche Einführung und die weitere chronologische Entwicklung der Sozialschutzsysteme. Andere Veröffentlichungen konzentrieren sich viel mehr darauf, eine Momentaufnahme der derzeit bestehenden Systeme zu liefern. Wir sind jedoch der Meinung, dass es wichtig ist, die aktuellen Entwicklungen mit einem gründlichen Verständnis ihrer historischen Entwicklung zu kontextualisieren, um zu verstehen, warum sie so aussehen, wie sie heute aussehen, und auch um Länder in verschiedenen Entwicklungsstadien zu vergleichen.

Gabriela de Carvalho: Wir betonen auch die Rolle des Staates in den Gesundheits- und Langzeitpflegesystemen und die unterschiedliche Art und Weise, wie dieser Akteur die Verantwortung für Gesundheit und Altenpflege übernommen hat. Obwohl wir planen, Kurzberichte über alle Länder der Welt zu veröffentlichen, konzentrieren wir uns besonders auf wenig erforschte Fälle aus dem Globalen Süden. Beispiele hierfür sind die Berichte über die Gesundheitssysteme von Äquatorialguinea und Mosambik, die derzeit geprüft werden.

Gabriela, du hast die erste Ausgabe der Serie geschrieben – was ist bei einem solchen Bericht die größte Herausforderung?

Gabriela de Carvalho: Die größte Herausforderung beim Verfassen eines solchen Berichts ist, so würde ich sagen, die "Neuartigkeit" des Inhalts. Da wir hier im SFB ein ausdrückliches Interesse an historischen Entwicklungen und der Rolle des Staates in der Sozialpolitik haben, beleuchten unsere Länderberichte diese Themen, was sich von bestehenden Beschreibungen der Sozialpolitik unterscheidet. Daher ist vor der Erstellung des Berichts eine historische Analyse und Reflexion der einzelnen Fälle erforderlich.

Es gibt auch konzeptionelle Herausforderungen: Zum Beispiel haben Expert*innen unterschiedliche Methoden, um zu messen und zu operationalisieren, was ein System ist und wann ein System beginnt. Dies erfordert einen offenen und ständigen Dialog zwischen den Herausgeber*innen der Reihe (Mitglieder des A04-Teilprojekts) und den Autor*innen.

Außerdem ist die Datenverfügbarkeit von Land zu Land sehr unterschiedlich. Die Autor*innen müssen die bereitgestellte Vorlage oft leicht anpassen, um Fragen der Datenverfügbarkeit und -zuverlässigkeit Rechnung zu tragen.

Wie wählt ihr die Themen der Ausgaben (Politikfeld und Land) aus?

Johanna Fischer: Derzeit arbeiten wir an den beiden Politikbereichen, die von unserem Projekt abgedeckt werden, d. h. Gesundheit und Langzeitpflege. Was die Länder betrifft, so haben wir vor allem mit den Ländern begonnen, bei denen wir bereits Kontakt zu potenziellen Autor*innen hatten, z. B. weil sie bereits an unseren Expertenbefragungen teilgenommen hatten. Außerdem haben wir versucht, eine Vielzahl von Ländern in verschiedenen Regionen zu berücksichtigen. Unser Ziel ist es ausdrücklich, Fälle außerhalb der häufig analysierten Standardstichproben aus dem Norden und Westen abzudecken, auch wenn wir natürlich gerne auch Berichte über die bekannteren Fälle aufnehmen. Im Bereich der Langzeitpflege beispielsweise haben sich viele Berichte bisher auf die langjährigen Mitglieder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung oder der Europäischen Union konzentriert. Wir freuen uns daher, dass wir diese Stichprobe bereits erweitern konnten, zum Beispiel mit den Country Briefs über Uruguay, Costa Rica, Taiwan, Singapur, die Ukraine und Serbien.

Gabriela de Carvalho: Im Falle des Gesundheitswesens sind Berichte über Länder wie Jamaika, Mosambik, Albanien und Mexiko bereits veröffentlicht worden oder werden derzeit überarbeitet.

Werden in Zukunft auch andere Politikfelder in der Serie berücksichtigt werden?

Johanna Fischer: Wir sind offen für eine Ausweitung der Reihe auf andere Politikbereiche. Daher möchten wir in Zukunft enger mit anderen Projekten des SFB zusammenarbeiten, um dies zu ermöglichen.


Kontakt:
Dr. Gabriela de Carvalho
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-57078
E-Mail: decarvalho@uni-bremen.de

Dr. Johanna Fischer
SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218-57074
E-Mail: johanna.fischer@uni-bremen.de

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