Tagungen - Vorträge - Workshops

Veranstaltungsort:
Haus der Wissenschaft
Sandstraße 4/5
28195 Bremen
Uhrzeit:
15:30 Uhr
Contact Person:
Organisation:

An dem Sonderforschungsbereich, bei dem die Universität Bremen federführend ist, sind rund 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 11 Institutionen beteiligt. In 15 Teilprojekten erforschen sie die weltweiten Entwicklungsdynamiken staatlich verantworteter Sozialpolitik. Sozialpolitik ist dabei umfassender definiert und beinhaltet auch die Bildungspolitik als elementares Element zur Förderung von Chancengleichheit.

Im Zentrum der Analysen, die auch die Länder des Globalen Südens einbeziehen, stehen grenzüberschreitende Verflechtungen: Wie wirken Handelsbeziehungen, Migrationsströme, internationale Abkommen und Kapitalverkehr auf die sozialpolitischen Akteure und ihre Entscheidungen? Erst durch das Zusammenwirken nationaler Rahmenbedingungen mit diesen internationalen Verflechtungen können sozialpolitische Entwicklungsprozesse angemessen erklärt werden. Projektübergreifend wird ein Informationssystem entwickelt, mit dem sich die sozialpolitische Dynamik als Weltsozialpolitikatlas visualisieren lässt.

Ablauf der Auftaktveranstaltung

15:30 Uhr
Grußwort
Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien Hansestadt Bremen

15:40 Uhr
Begrüßung im Namen der Universität Bremen
Prof. Dr. Andreas Breiter, Konrektor für Forschung, wissenschaftlichen Nachwuchs und Transfer der Universität Bremen

16:00 Uhr
Der SFB 1342 stellt sich vor: unser Team, unsere Ziele
Prof. Dr. Herbert Obinger, Sprecher des SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik

16:30 Uhr
Gespräche bei Getränken und Fingerfood

04.07.2018 Interner Workshop

Workshop des Projektbereichs B

Veranstaltungsort:
Unicom
Raum: 3.3380
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Uhrzeit:
14:00 bis 17:00 Uhr

Dieser interne Workshop des Projektbereichs B dient dazu, den Informationsaustausch zwischen den fallstudienzentrierten Teilprojekten sicherzustellen und eine gemeinsame Sprache zu entwickeln, die es ermöglicht, generalisierende Aussagen zu treffen.

05.07.2018 Vortrag und Diskussionsrunde

Von der Globalgeschichte lernen! "King Cotton" als Modell - Neue Wege der Sozialpolitikforschung

Prof. Dr. Frank Nullmeier; Dr. Dieter Wolf (SOCIUM Research Center on Inequality and Social Policy, University of Bremen)
Veranstaltungsort:
SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik
Raum: 3.3390
Mary-Somerville-Straße 5
28359 Bremen
Uhrzeit:
10:15 - 11:45 Uhr
Organiser:
Contact Person:
Dr. Dieter Wolf (SOCIUM Research Center on Inequality and Social Policy, University of Bremen)

"King Cotton" ist nicht nur eine mitreissende Erzählung der Geschichte der globalen Vermarktlichung und Industrialisierung von Baumwolle sowie eine alternative Erklärung für das Phänomen der Durchsetzung des globalen Kapitalismus, sondern das Buch offeriert Möglichkeiten, über den engeren Kreis des Themas hinaus weiterzudenken.

Einige diese Möglichkeiten mit Blick auf den "anderen Teil" des Kapitalismus, der (oft auch fehlenden oder unzureichenden) Sozialpolitik und des Wohlfahrtsstaates sollen in dieser Veranstaltung vorgestellt und diskutiert werden.

Anmeldung bei Dr. Dieter Wolf, E-Mail: diwolf@uni-bremen.de  

Veranstaltungsort:
ATLANTIC Hotel Universum
Wiener Straße 4
28359 Bremen
Uhrzeit:
9:00 Uhr

Sozialpolitik zielt auf die Sicherung sozialer Rechte und das Schaffen sozialer Sicherheit. Sie ist neben dem Markt und familialen Unterstützungsnetzwerken ein zentraler Produzent von Wohlfahrt. Wohlfahrtsstaatliche Forschung – zumindest im Kontext fortgeschrittener Demokratien – versteht Sozialpolitik meist als rein nationalstaatliche Angelegenheit und erklärt ihre Entwicklung fast ausschließlich als Ergebnis innerstaatlicher Bedingungen und Prozesse. Was fehlt, ist die systematische Berücksichtigung externer Einflüsse auf die nationale Sozialpolitik. Beispiele für externe Einflüsse sind die Rolle internationaler Organisationen (z.B. ILO, WHO) oder Interdependenzen zwischen Staaten und Gesellschaften wie grenzüberschreitender Informationsaustausch (z.B. Policy Learning), Migration, Handelsbeziehungen oder gewaltsame Konflikte.

Entsprechend der zentralen Zielsetzung des Sonderforschungsbereichs (SFB) liegt der Schwerpunkt der Konferenz auf der Erklärung der globalen Entwicklungsdynamik von Sozialpolitik vom letzten Viertel des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehen der Frage nach, wie das Zusammenspiel von innenpolitischen Faktoren und inter-/transnationalen Interdependenzen die Entwicklung der Sozialpolitik geprägt hat.

Wir unterscheiden zwei Arten von internationalen Interdependenzen, die die Entwicklung einer länderübergreifenden Sozialpolitik auslösen können: a) Horizontale Interdependenzen beziehen sich auf länderübergreifende Interdependenzen wie (De-)Kolonisierung, Krieg, Handelsbeziehungen, Kapitalbewegungen, Migrationsströme und transnationale Kommunikation. b) Vertikale Interdependenzen bezeichnen die Beziehungen zwischen Staaten und internationalen Organisationen.

Da sich die nationale Politik mit diesen internationalen Einflüssen auseinandersetzen muss, liegt der thematische Fokus der Konferenz auf dem Zusammenspiel nationaler sozioökonomischer und politischer Rahmenbedingungen mit internationalen Interdependenzen, um so die Entwicklung der Sozialpolitik in globaler und historischer Perspektive zu erklären.