Tagungen - Vorträge - Workshops

21.11.2018 Workshop

R-Auffrischer für Textanalyse

Nico Blokker; Dr. Holger Döring
Veranstaltungsort
Unicom-Gebäude
Raum: 7.3280
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Uhrzeit
9:00 - 12:00 Uhr
Ansprechpartner/in
Eloisa Harris (Bremen International Graduate School of Social Sciences (BIGSSS)); Dr. Mandi M. Larsen (Bremen International Graduate School of Social Sciences (BIGSSS))
Btlg. Organisation
Bremen International Graduate School of Social Sciences (BIGSSS); SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik, Universität Bremen; Sonderforschungsbereich 1342 "Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik", Universität Bremen

Diese kurze Sitzung soll die Erinnerungen der Teilnehmer an R auffrischen und einen Überblick über die nützlichen Funktionen insbesondere zur Textanalyse geben.

Anmeldung bei Nils Düpont, duepont@uni-bremen.de

22.11.2018 Vortrag

Recent Advances in Quantitative Text Analysis

Prof. Kenneth Benoit, PhD (London School of Economics and Political Science (LSE))
Veranstaltungsort
Unicom-Gebäude
Raum: 7.3280
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Uhrzeit
10:00 - 12:00
Organisation

Kenneth Benoit ist Professor für Quantitative Sozialforschungsmethoden und leitet das Department of Methodology an der London School of Economics and Politics Science, zudem ist er Professor in Teilzeit am Trinity College Dublin. Sein Beitrag zur Textanalyse in der Politikwissenschaft ist nicht zu unterschätzen: Seine Entwicklung computergestützter Abschätzung politischer Positionen in politischen Texten gehört nach wie vor zu den Eckpfeilern in der Literatur. Er entwickelte und pflegt das QUANTEDA-Paket zur Verwaltung und Analyse von Textdaten und ist damit prädestiniert, Einblicke in das weite Feld der quantitativen Textanalyse und zukünftiger Entwicklungen zu geben.

Keine Registrierung notwendig.

22.11.2018 - 23.11.2018 Workshop

Einführung in die quantitative Textanalyse mit R

Stefan Müller (Trinity College Dublin)
Veranstaltungsort
Unicom-Gebäude
Raum: 9.3120
Mary-Somerville-Straße 9
28359 Bremen
Uhrzeit
14:00 - 17:30 Uhr (Donnerstag); 9:00-17:00 Uhr (Freitag)
Ansprechpartner/in
Dr. Mandi M. Larsen (Bremen International Graduate School of Social Sciences (BIGSSS))
Btlg. Organisation
Bremen International Graduate School of Social Sciences (BIGSSS); SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik, Universität Bremen; Sonderforschungsbereich 1342 "Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik", Universität Bremen

Dieser Workshop mit Stefan Müller vom Trinity College Dublin bietet eine praktische Einführung in die Extraktion von Daten aus Texten und die Anwendung verschiedener Methoden zur Analyse dieser Daten. Zu den behandelten Themen gehören:

  • Vom Rohtext bis zum Korpus - wie man Textdaten sammelt und für die Analyse vorbereitet.
  • Klassifizierungstechniken - die ersten Schritte bei der Übersetzung von Texten in brauchbare Daten; überwachtes und unbeaufsichtigtes Lernen; Wörterbuchansätze und Themenmodellierung.
  • Skalierung - Überwachte und unbeaufsichtigte Techniken.
  • Ein Überblick über weiterführende Themen.


Die angewandten Elemente des Workshops bedienen sich der Programmiersprache R. Daher ist eine grundlegende Vertrautheit mit R Voraussetzung für die Teilnahme am Kurs.

Registrierung: BIGSSS Fellows registrieren sich über CampusNet, SOCIUM- und SFB-1342-Mitglieder senden bitte eine kurze E-Mail an mlarsen@bigsss-bremen.de

Veranstaltungsort
Unicom-Gebäude
Raum: 7.4500
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Uhrzeit
13:00 -15:00 Uhr
Veranstalter/in
Sonderforschungsbereich 1342 "Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik", Universität Bremen
Veranstaltungsreihe
SFB-Kolloquium

In den letzten 25 Jahren haben sich die Krankenhausleistungen in Ostmitteleuropa (ECE) durch die parallelen Prozesse des postkommunistischen Übergangs, der Globalisierung und der Europäisierung grundlegend verändert. In diesem Zusammenhang ist der Krankenhaussektor in der ECE von der Privatisierung und Liberalisierung geprägt, was zu einer öffentlich-privaten Konstellation von Finanzierung, Bereitstellung und Steuerung geführt hat und die sektoralen Arbeitsbeziehungen und Beschäftigungsbedingungen erheblich beeinflusst hat (Kaminska und Kahancova 2017). Neben diesen Prozessen stehen die ECE-Länder mit ihrem Beitritt zur Europäischen Union vor der Aufgabe, die EU-Regelung in diesem Bereich umzusetzen, unter anderem die Arbeitszeitrichtlinie (WTD).

Ausgehend von den Arbeiten von Streeck und Thelen (2005) und Mahoney und Thelen (2010) zum institutionellen Wandel analysiert unsere Studie die politischen Entscheidungsprozesse im Zusammenhang mit der Einhaltung der WTD im Krankenhaussektor der ECE. Insbesondere weist das Paper auf die Bedeutung der Verfügbarkeit von Ressourcen hin, bei denen "Kämpfe um die Bedeutung, Anwendung und Durchsetzung institutioneller Regeln untrennbar mit den damit verbundenen Ressourcenzuweisungen verbunden sind" (Mahoney und Thelen 2010:11). Angesichts der Knappheit der finanziellen und personellen Ressourcen, insbesondere von Ärzten und Krankenschwestern, und angesichts eines möglichen Zusammenbruchs des Krankenhaussektors im Falle einer ordnungsgemäßen Umsetzung der WTD, hat der Staat in den ECE-Ländern oft auf die regulatorische Herausforderung der WTD-Umsetzung reagiert, indem er die formale und verhaltensbezogene Einhaltung entkoppelt hat (Zhelyazkova et al. 2016; Börzel et al. 2017).

Während die WTD in der gesamten Region korrekt in nationales Recht umgesetzt wurde, reichten die Praktiken der vorsätzlichen Nichtanwendung vor Ort in einer Reihe von Ländern von der mangelnden effektiven Überwachung der Umsetzung über die stillschweigende Akzeptanz der Nichteinhaltung bis hin zur aktiven Umgehung und verwiesen auf die Existenz einer "Welt der toten Briefe" (Falkner et al. 2008). Anstatt das Niveau der finanziellen und personellen Ressourcen im Krankenhaussektor an die sozialpolitischen Anforderungen der EU anzupassen, hat sich der Staat in der ECE für eine Politikabweichung entschieden (siehe Hacker 2010; Streeck und Thelen 2010), die zu einer Verschlechterung der Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen und zum Untergang der sektoralen Arbeitsbeziehungen geführt hat. Das Papier stützt sich auf qualitative Methoden und analysiert vergleichend Fallstudien aus vier ECE-Ländern (Tschechien, Ungarn, Lettland und Polen).

Veranstaltungsort
Gondi
Langemarckstraße 249
28199 Bremen
Uhrzeit
20:30 Uhr

Drei Doktorandinnen stellen sich eine Frage: Wer kümmert sich um unsere Eltern und Großeltern, wenn sie das nicht mehr selbst schaffen? Darauf gibt es in Deutschland, Schweden und Italien ganz unterschiedliche Antworten! Wieso, weshalb, warum und was Polen, die Ukraine und Rumänien damit zu tun haben, erfahrt das Publikum von Kristin Noack, Marlene Seiffarth und Greta-Marleen Storath von der Universität Bremen, Sonderforschungsbereich Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "SCIENCE GOES PUBLIC!", in der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschungsthemen in Kneipen präsentieren und dabei mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen.

03.12.2018 Vortrag

Islamisierung von Wissen und die Herausforderung "Liberale Bildung"

Dr. Sanen Marshall (Universiti Malaysia Sabah)
Veranstaltungsort
Unicom-Gebäude
Raum: 3.3380
Mary-Somerville-Straße 3
28359 Bremen
Uhrzeit
10:00 - 11:30 Uhr
Ansprechpartner/in
Semester
WiSe 2018/19

Malaysia wurde allgemein als ein gemäßigtes muslimisches Land angesehen. Es gibt jedoch in jüngster Zeit Beispiele für Radikalismus, und die Prädispositionen für den Liberalismus bleiben ambivalent. Es gibt aber auch Think Tanks in Malaysia, die ausreichend offen in ihrem Denken sind, um die liberale Bildungsagenda zu unterstützen. Diese widersprüchlichen Entwicklungen sind Anzeichen dafür, dass es höchste Zeit ist, eine wahrhaft liberale Bildung zu verfolgen mit dem Ziel ganzheitlicher Entwicklung nicht nur des Intellekts, sondern auch der Seele der malaysischen Gesellschaft.

Sanen Marshall argumentiert, dass - abgesehen vom allgemeinen malaysischen Konservatismus - die Bildungsagenda, die als "Islamisierung des Wissens" bekannt ist, in den malaysischen Schulgeschichtsbüchern und sogar in einigen der Ideen, die auf Universitätsebene gefördert werden, tatsächlich spürbar ist. Der fehlende Versuch einer alternativen Geschichte in Schulbüchern ist vielleicht etwas, worüber man sich in Malaysia Gedanken machen sollte. Sanen Marshall betrachtet auch die Idee der "islamischen Wissenschaft" als einen aufgeklärten, aber manchmal fehlgeleiteten Ansatz zur Islamisierung des Wissens.

05.12.2018 Workshop

Akademisches Schreiben auf Englisch

Dr. Margaret Hiley
Veranstaltungsort
Unicom-Gebäude
Raum: 7.2210
Mary-Somerville-Straße 7
28359 Bremen
Uhrzeit
9:00 - 15:00 Uhr
Organisation

Der Workshop soll dazu dienen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Besonderheiten guten akademischen Schreibens in englischer Sprache vertraut zu machen. Es werden die wichtigsten Unterschiede zum deutschen akademischen Schreiben herausgearbeitet, beginnend mit grundlegenden grammatikalischen Aspekten wie der Verwendung aktiver vs. passiver Formulierung und verbalen vs. nominalen Konstruktionen. Im Anschluss werden der Stil im Allgemeinen sowie die wichtigsten Konventionen bei der Strukturierung akademischer Arbeiten diskutiert.

Die Praxis steht im Mittelpunkt des Workshops und beinhaltet die Analyse zahlreicher konkreter Beispiele, darunter solche aus dem eigenen englischen Material der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Am Ende werden alle ein klares Set von Werkzeugen entwickelt haben, das sie anwenden können, wenn sie eigene akademische Texte auf Englisch verfassen.

Die Referentin Dr. Margaret Hiley ist in Großbritannien, Kanada und Deutschland zweisprachig (Deutsch und Englisch) aufgewachsen. Sie hatte Anglistik an der Universität Regensburg, bevor sie an der Glasgow University in Anglistik promovierte und ihre Forschungsarbeiten in Englisch und Deutsch veröffentlichte. Seitdem lehrt sie an Universitäten in Großbritannien und Deutschland und kennt dadurch die unterschiedlichen Strukturen und Merkmale beider akademischer Systeme. In den letzten zehn Jahren arbeitete sie als wissenschaftliche Übersetzerin, Sprachlektorin und Peer-Reviewerin und half Hunderten von deutschsprachigen Akademikerinnen und Akademikern bei der Veröffentlichung ihrer Arbeiten auf Englisch.

Anmeldungen per E-Mail an Alex Veit: veit@uni-bremen.de.